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21.08.2017

Tarifeinigung bei Uniper

Gesamtpaket mit weitreichender Sicherheit für die Beschäftigten

Der Tarifkonflikt bei Uniper ist beigelegt. Die Gewerkschaften IG BCE und Ver.di haben sich mit den Arbeitgebern auf ein Gesamtpaket geeinigt.

Holger Nieden, Verhandlungsführer der IG BCE bewertet das Ergebnis als „tragfähigen Kompromiss. Entscheidend ist, dass wir Sicherheit für die Beschäftigten erreicht haben und die ursprüngliche einschneidende Streichliste der Arbeitgeber zu tariflichen Leistungen weitestgehend verhindert ist. Positiv ist außerdem, dass wir einen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder vereinbart haben."

Bernd Wittelsbach/istockphoto

Energie

Wesentliche Eckpunkte der Einigung sind:

  • Die Entgelte aller Beschäftigten steigen ab 2019 pauschal um 50 Euro monatlich. Damit wird die ab 2018 entfallende Leistungsvergütung teilkompensiert.
  • Im Januar 2018 erfolgt eine Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro (Auszubildende 300 Euro). Der bisherige Vergütungstarifvertrag wird bis zum 31. 12. 2018 verlängert.
  • Auf der Basis des Tarifvertrages E.ON 2.0 ist eine sehr weitreichende Regelung zur sozialen Absicherung der Uniper-Beschäftigten bis mindestens zum 31. Dezember 2022 gelungen. Diese beinhaltet den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen sowie detaillierte Regelungen zum Vorruhestand bis zum Jahrgang 1966.
  • In einem Tarifvertrag über die künftigen Rahmenbedingungen der Ausbildung wurden Ausbildungsplätze und Übernahmeregelungen vereinbart sowie Ausbildungsstandorte bis zum Jahr 2022 garantiert.
  • Mitglieder der vertragschließenden Gewerkschaften erhalten ab 2018 eine jährliche Sonderzahlung in Höhe von 400 Euro.

Bis zum 30. September 2017 steht der Tarifabschluss unter dem Vorbehalt der Arbeitgeberseite.